Am 13.04.2010 ist es soweit, wir werden beteiligt!
Das wird aber auch Zeit, denn ein Architekturwettbewerb läuft merkwürdigerweise bereits seit letztem Sommer.
Aber worum geht es genau:
Der Mietvertrag des real – Marktes in der alten Rindermarkthalle in St. Pauli in unmittelbarer Nähe des Heiligengeistfeldes läuft Ende Mai aus. Das Unternehmen real zugehörig zu der Metrogroup hat sich dazu entschlossen, diesen Markt nicht weiter zu betreiben. Deshalb wurde der Markt aus dem Unternehmen ausgegliedert und in eine GmbH umgeandelt um so einen besseren Verkauf zu gewährleisten:
“Um den „Verkauf“ des Marktes an einen Konkurrenten zu ermöglichen bzw. einen höheren Preis zu erzielen, wird derzeit über eine Verlängerung des Mietvertrages mit der FHH um 3 bis 5 Jahre verhandelt. Allen Beteiligten ist bewusst, dass das Grundstück nach Auslaufen des Mietvertrags von der FHH veräußert werden wird und daher ab dem 1.1.2011 bzw. ab 2014 / 2016 zur städtebaulichen Neuordnung / Überplanung ansteht. Dies stellt die Bezirkspolitik vor die Aufgabe, Vorschläge für neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln.”
(siehe hierzu http://www.spdfraktion-hamburg-mitte.de)
Viele freuen sich über den freiwerdenden Raum. Er könnte so neu beplant werden. Wünschenswert wäre hier sicherlich eine nachhaltige Planung für die angrenzenden Quartiere. Doch was ist hier für die Quartiere wie das Karolinenviertel und die Schanze nachhaltig? Wie die wenigsten wissen, befinden sich bereits in dem Bau eine etablierte und für St.Pauli wichtige Moschee sowie einige Ärzte. In der SPD ist man sich bewusst, dass es aufgrund der Lage viele interessierte Investoren gibt und das dieses Grundstück im Hinblick auf Aufwertungstendenzen stadtteilverträglich zu entwickeln ist.
Um also eine verträgliche Nutzung für die Quartiere zu erhalten, wird man laut Markus Schreiber (Bezirksamtsleiter) die Bewohner von Anfang an mit in die Diskussion mit einbeziehen. Deshalb soll es in den nächsten Monaten immer wieder Termine zur gemeinsamen Konzeptentwicklung geben. In diesen Terminen können dann die Entwürfe ausgewählter Architekten diskutiert und weitere Vorschläge eingebracht werden.
Wir haben zwar eine Beteiligunug, allerdings ist dies eingschränkt. Denn die Lösungsvorschläge der sechs Architektenbüros stehen bereits. Dies ist also als Grundlage der Dsikussionen zu betrachten. Gut, dass es eine Beteiligung gibt, dennoch stehen die groben Rahmenbedingungen somit bereits und es ist fraglich wieviel von den Bürgern somit noch einfließen kann.
Bürotürme dürfen aufgrund der baulichen Vorgaben zum Glück nicht realisiert werden. Sonst gäbe es wohl noch ein Teheranibau mehr in Hamburg;-)
Also lassen wir uns überraschen und reden mit:
13. April 2010 um 18:30 Uhr Aula Wirtschaftgymnasium St. Pauli Budapester Str. 58
Hier gibts die Machbarkeitsstudie und alle wichtigen (vorher zu lesenden Informationen) für eine angemessene Diskussion.
