Nachfolgend werden die Begrifflichkeiten wie Kreativiät, Innovation, Wissen und Creative Class näher definiert.
Kreativität
Kreativität bezeichnet den Prozess des schöpferischen Denkens. Damit wird die Fähigkeit bezeichnet, Problemstellung auf neue und originelle Weise zu lösen. Hierfür ist die Voraussetzung, dass die Fähigkeit vorhanden sein muss alte Denkgewohnheiten aufzugeben und Strukturen neu miteinander zu verknüpfen. Hierzu müssen die Daten und strukturellen Eigenschaften und die Flexibilität zwischen ihnen gesehen werden. Kreativität bezeichnet also schöpferisches Denken und Handeln, die Fähigkeit etwas neues zu schaffen. [1] Der Brockhaus definiert Kreativität folgendermaßen:
„schöpferisches Vermögen, das sich im menschlichen Handeln und Denken realisiert und einerseits durch Neuartigkeit oder Originalität gekennzeichnet ist, andererseits aber auch einen sinnvollen und erkennbaren Bezug zur Lösung technischer, menschlicher oder sozialpolitischer Probleme aufweist.“[2]
Der Ursprung des Begriffs „Kreativität“ geht auf das lateinische Wort „creare“ zurück. Creare bedeutet so viel wie „etwas erzeugen, etwas herstellen, erfinden oder etwas schöpfen“. In diesen Wörten steckt ein prozessualer Charakter. „Crescere“ klingt bei creare ebenfalls mit, was soviel bedeutet wie „werden, wachsen, wachsen lassen“. Es ist also eine schöpferische Begabung und wurde deshalb auch als göttlich Gabe angesehen und die Künstler als Genies die Gott nahe kämen. Kreativ ist etwas, was es on der Art zuvor nicht gegeben hat. Also kann eine effektive Methode zu einer Problemlösung ebenso kreativ sein wie das Erschaffen einer Kunstwerkes oder die Flexibilität von Sinnbeziehungen zu denken. So ist ein kreativer Mensch in der Lage, Sinnbeziehungen mittels Phantasie, teilweise auch spielend, herzustellen.[3]
Kreativität wird dabei durch verschiedene Ebenen gefördert und entsteht zum Teil nur durch das Vorhandensein dieser Ebenen. Die wohl wichtigste Voraussetzung ist die Fähigkeit der Person flexibel zu denken und das kreative Talent der Einzelperson. Es ist also an die Person gebunden. Durch soziale Interaktion wird die Kreativität weiter von außen stimuliert und gefördert. Durch den Austausch mit anderen Kulturen, Milieus und anderen Alters und Statusklassen bekommt der Mensch weitere und vor allem diverse Ansichten. Voraussetzung ist aber, dass die Person offen und tolerant gegenüber dieser sozialen ebene ist. Es ist also die soziale Ebene. Die soziale Ebene ist eingebettet in die räumliche und ortsgebundene Ebene. Das räumliche Umfeld ermöglicht erst die Bildung von Strukturen dieser Art. Es müssen, wie weiter oben beschrieben, bestimmte räumliche Voraussetzungen erfüllt bzw. gegeben sein, damit sich der „Pionier“ ansiedelt. Oft sind es freie Räume und ein gewisses Image des Quartiers, welches den Kreativen gewissermaßen anlockt. Kreativität wird also durch Offenheit, Toleranz, Talent und einer positiven Einstellung gegenüber einem sozialen Wandel verstärkt oder gar erst erzeugt.[4]
[1] Vgl.: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.37
[2] Vgl.: Brockhaus 1996 in: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.37
[3] Vgl.: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.39
[4] Vgl.: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.39
