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Oberhafen e.V. kreative Freiräume sichern – helft mit!!!

11 Jan

Der Oberhafen e. V. besteht aus kreativen Talenten mit Führungs- und Organisationserfahrung und ist bereit, eine aktive Rolle im Quartiersmanagement für den Oberhafen zu übernehmen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gesetzt, im Oberhafen optimale Rahmenbedingungen für kreatives Arbeiten zu schaffen und möchte dazu beitragen, dass sich der Oberhafen zu einem Kreativquartier entwickeln kann. 

Der Verein lädt kreative Talente ein, sich auch mit spezifischen Herausforderungen des Oberhafens, z. B. Überflutungen, nachhaltige Nutzungsformen, etc. auseinanderzusetzen, und innovative Lösungen zu erarbeiten.

Der Verein schafft ein flexibles Experimentierfeld und einen nachhaltigen Inkubator für kreatives Arbeiten, der die Ansiedelung eines kreativen Milieus vorbereitet. Durch die Anwesenheit von kreativen Talenten beginnt der Oberhafen, sich in ein Kreativquartier zu transformieren. Durch die Beschränkung der Verweildauer einzelner Projekte auf deren Experimentalphase kann die Halle in den durch die Ausschreibung vorgegeben zwei Jahren einer Vielzahl von Projekten zur Verfügung gestellt werden. Für die jeweiligen Projektinitiativen, das partizipierende Publikum und die Fachöffentlichkeit ergibt sich damit ein außerordentlich hoher Output.

Die Arbeit der kreativen Talente und die Arbeit des Oberhafen e. V. wird wissenschaftlich begleitet und systematisch ausgewertet, um Grundlagen und Methoden für die Entwicklung von Kreativräumen zu finden, die nicht nur für die Entwicklung des Oberhafens, sondern auch für weitere Quartiersentwicklungen genutzt werden können.

 Wenn Du uns unterstützen möchtest: info@oberhafen-ev.de

Kreativwirtschaft

14 Feb

Nachfolgend werden die Begrifflichkeiten wie Kreativiät, Innovation, Wissen und Creative Class näher definiert.

Kreativität

Kreativität bezeichnet den Prozess des schöpferischen Denkens. Damit wird die Fähigkeit bezeichnet, Problemstellung auf neue und originelle Weise zu lösen. Hierfür ist die Voraussetzung, dass die Fähigkeit vorhanden sein muss alte Denkgewohnheiten aufzugeben und Strukturen neu miteinander zu verknüpfen. Hierzu müssen die Daten und strukturellen Eigenschaften und die Flexibilität zwischen ihnen gesehen werden. Kreativität bezeichnet also schöpferisches Denken und Handeln, die Fähigkeit etwas neues zu schaffen. [1] Der Brockhaus definiert Kreativität folgendermaßen:

„schöpferisches Vermögen, das sich im menschlichen Handeln und Denken realisiert und einerseits durch Neuartigkeit oder Originalität gekennzeichnet ist, andererseits aber auch einen sinnvollen und erkennbaren Bezug zur Lösung technischer, menschlicher oder sozialpolitischer Probleme aufweist.“[2]

Der Ursprung des Begriffs „Kreativität“ geht auf das lateinische Wort „creare“ zurück. Creare bedeutet so viel wie „etwas erzeugen, etwas herstellen, erfinden oder etwas schöpfen“. In diesen Wörten steckt ein prozessualer Charakter. „Crescere“ klingt bei creare ebenfalls mit, was soviel bedeutet wie „werden, wachsen, wachsen lassen“. Es ist also eine schöpferische Begabung und wurde deshalb auch als göttlich Gabe angesehen und die Künstler als Genies  die Gott nahe kämen.  Kreativ ist etwas, was es on der Art zuvor nicht gegeben hat. Also kann eine effektive Methode zu einer Problemlösung ebenso kreativ sein wie das Erschaffen einer Kunstwerkes oder die Flexibilität von Sinnbeziehungen zu denken. So ist ein kreativer Mensch in der Lage, Sinnbeziehungen mittels Phantasie, teilweise auch spielend, herzustellen.[3]

Kreativität wird dabei durch verschiedene Ebenen gefördert und entsteht zum Teil nur durch das Vorhandensein dieser Ebenen. Die wohl wichtigste Voraussetzung ist die Fähigkeit der Person flexibel zu denken und das kreative Talent der Einzelperson. Es ist also an die Person gebunden. Durch soziale Interaktion wird die Kreativität weiter von außen stimuliert und gefördert. Durch den Austausch mit anderen Kulturen, Milieus und anderen Alters und Statusklassen bekommt der Mensch weitere und vor allem diverse Ansichten. Voraussetzung ist aber, dass die Person offen und tolerant gegenüber dieser sozialen ebene ist. Es ist also die soziale Ebene. Die soziale Ebene ist eingebettet in die räumliche und ortsgebundene Ebene. Das räumliche Umfeld ermöglicht erst die Bildung von Strukturen dieser Art. Es müssen, wie weiter oben beschrieben, bestimmte räumliche Voraussetzungen erfüllt bzw. gegeben sein, damit sich der „Pionier“ ansiedelt.  Oft sind es freie Räume und ein gewisses Image des Quartiers, welches den Kreativen gewissermaßen anlockt. Kreativität wird also durch Offenheit, Toleranz, Talent und einer positiven Einstellung gegenüber einem sozialen Wandel verstärkt oder gar erst erzeugt.[4]


[1] Vgl.: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.37

[2] Vgl.: Brockhaus 1996 in: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.37

[3] Vgl.: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.39

[4] Vgl.: Frey, Oliver: Die amalgane Stadt, Definition von Kreativität, Innovation und Wissen, 2009 S.39

Definition Kreativwirtschaft

13 Feb

Kreativwirtschaft

Der Begriff der Kreativwirtschaft ist definitorisch relativ schwer zu fassen. Dies liegt zum einen daran, dass der Begriff in verschiedenen Sektoren wie Politik, Kultur, Wirtschaft wirkt und sich sehr dynamisch verhält. Um eine Definitionsgrundlage zu erhalten, wird sich diese Arbeit an der definitorischen Herangehensweise von „Kreativ Wirtschaft Schweiz“[1] orientieren und die Definition in diese Arbeit integrieren. Mittlerweile ist dieses Werk aufgrund seiner neuen Ansätze zur Diskussionsgrundlage geworden und liefert mit seinen Modellen die Definitionsgrundlagen für Politik, Planung und wissenschaftliche Arbeiten.

Der Begriff der Kreativwirtschaft hat sich seit den 1970 sehr unterschiedlich in seiner Bedeutung an unterschiedlichsten globalen Orten entwickelt. Die heutigen Diskussionen schließen sich an die Definition aus Kanada und Europa an. Es gibt aber wie weiter oben schon im Bezug auf Wissen und Kreativität erwähnt, ältere Ansätze, die sich mit einer direkten Ökonomisierung dieser Ressourcen beschäftigen. Um sich im Wettbewerb mit den USA zu positionieren, wurde in den siebziger Jahren in Kanada der Begriff „arts and culture industries“ geprägt. Dieser war rein handelspolitisch ausgelegt und sollte die kulturellen Produkte und Dienstleistungen Kanadas so wettbewerbsfähiger machen.[2]

In Frankreich wurde kurze Zeit später, das „Institut pour le Financement du Cinéma et des Industries Culturelles (IFCIC)“ gegründet. Dies ist ein erstes indirektes Förderprogramm für Projekte aus der Kreativwirtschaft. Kreditinstitute verleihen Finanzkapital für Projekte aus der Kreativwirtschaft und erhalten eine Art Staatsgarantie von der IFCIC. Dieses Engagement wurde 1985 durch den Filminvestmentfonds „Soficas“ erweitert. Hierbei wurden vom französischen Kulturministerium ausgewählte Filmproduktionen gefördert.[3]

In Nordrhein-Westfalen wurde die Kulturwirtschaft in Deutschland seit Anfang der Neunziger  analysiert. Mit dem Niedergang der Ruhrindustrie bestehend aus der  Kohle- und Stahlindustrie dient die Kreativwirtschaft als Chance zur Aufwertung des Image-, Wirtschafts- und Tourismusfaktors in der Region.[4]

RUHR 2010 – Die Kulturhauptstadt Europas unterstreicht die Wichtigkeit dieser Chance, die so ein ganze Region wiederbeleben soll und zum teil auch schon hat.

„Es wird neue Energie gefördert. Sie heißt Kultur.[5]

International wird die Kreativwirtschaft fortlaufend und sehr heterogen definiert. Es gibt etliche Fachkongresse und neugegründete Akademien. Supranationale Organisationen und ihre Unterorganisation wie die UNO, OECD und die WTO treten in den Vordergrund bei der globalen Diskussion um kreative Wirtschaftszweige. Die meisten Organisation liefern keine direkte Definition, was Kreativwirtschaft ist. Sie wird eher als Faktor, bestehend, aus Wissen, Kreativität und Innovation betrachtet. Somit bieten diese Faktoren enormes Entwicklungspotenzial für einige Länder. Dies betrifft laut Weltbank die Entwicklungsländer. Sie unterstützt deshalb entsprechende Länder mit Finanzkapital, technischer Ausrüstung oder Wissen. Die ILO, International Labour Organisation und die OECD beschäftigen sich eher mit den fragen er sozialen Gerechtigkeit, den Marktzugängen und Arbeitsrechten für diese neuen Wirtschaften. Aber auch die positiven Effekte für Tourismus, Regionen und Städten werden von der OECD als gute Entwicklungsmöglichkeiten gesehen. Die WTO, zuständig für internationale Handelsregeln, hat ein Abkommen verabschiedet, welches das Recht am geistigen Eigentum absichert. Dieses Abkommen stellt einen wichtigen Eckpfeiler für das WTO-System dar. Dieses Abkommen soll den Schutz immaterieller Güter weltweit stärken und ist so eine Schnittstelle zwischen der Kreativwirtschaft und der WTO. Es existieren unzählige weitere Auffassungen von Kreativwirtschaft, seinen Produkten und marktwirtschaftliche Definitionsansätze.[6]

Um die heterogenen Ansätze zu bewältigen wurde in Kreativ Wirtschaft Schweiz ein Fokus auf  einzelne Bereiche der Definition gelegt. Der erste Ansatz wird durch seine Nähe zur künstlerischen und kulturellen Produktion dargestellt. Hier sind alle Personen und Unternehmen erfasst, deren Arbeitsschwerpunkt es ist, kulturelle und künstlerische Produkte herzustellen und zu vertreiben. Die betrifft Kultur im weitesten Sinne und schließt somit alle Teilbranchen und Teilmärkte mit ein.[7]

Das geistige Eigentum wird als zweiter Ansatz gesehen. Die immaterielle Komponente der Produkte oder Dienstleistungen welche in der Kreativwirtschaft geschaffen werden, werden durch einen erweiterten Begriff der Kreativwirtschaft mit aufgenommen. Bereich wie Presse, TV, Rundfunk und die Gamesindustrie findet so den Zugang in die Definition.[8]

Der dritte definitorische Zugang stellt den Zugang über den Begriff der Kreativität dar. Bei jeder unternehmerischen Tätigkeit steht am Anfang ein kreativ-schöpferischer Akt. Siehe auch „Definition Kreativität“. Die zuvor beschriebenen Bereich spielen hier eine untergeordnete Rolle. Dieser Bereich setzt sich aus Pharmazie, Chemie, Autobranche, Raumfahrt und vielen weiteren Industrien zusammen.[9]

Der  Zugang zu dem vielfältigen Beziehungsgeflecht der Kreativwirtschaft wurde so durch drei unterschiedliche Ausrichtungen bei der Definition erreicht. Dies bedeutet nicht, dass die einzelnen Bereiche für sich stehen. Alle sind eng miteinander verknüpft und müssen zusammen gedacht werden:

Definiton Kreativwirtschaft

Definiton Kreativwirtschaft

eigene Darstellung nach Kreativ Wirtschaft Schweiz[10]

In eigener Sache:

Mein Beitrag in Hamburg zur Kreativwirtschaft: Windlichter als Tischdeko oder Menükarten. Wir stellen Windlichter für Hochzeiten, Konfirmationen etc. zum selber bedrucken her.


[1] Gerig Manfred, Söndermann Michael, Weckerle Christoph: Kreativ Wirtschaft Schweiz-Daten.Modelle.Szene, 2008, Basel, Birkhäuser Verlag. Erstellt an der Züricher Hochschule der Künste.

[2] Vgl.: Gerig Manfred, Söndermann Michael, Weckerle Christoph: Kreativ Wirtschaft Schweiz-Daten.Modelle.Szene, 2008, Basel, S. 9

[3] Vgl.: Gerig Manfred, Söndermann Michael, Weckerle Christoph: Kreativ Wirtschaft Schweiz-Daten.Modelle.Szene, 2008, Basel, S. 9

[4] Vgl.: ebd., S. 9

[5] Siehe: http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/home.html, Zugriff: 01.02.2010, 14.15h

[6] Vgl.: Gerig Manfred, Söndermann Michael, Weckerle Christoph: Kreativ Wirtschaft Schweiz-Daten.Modelle.Szene, 2008, Basel, S. 12-14

[7] Vgl.: ebd., S. 21

[8] Vgl.: ebd., S. 21-22

[9] Vgl.: Gerig Manfred, Söndermann Michael, Weckerle Christoph: Kreativ Wirtschaft Schweiz-Daten.Modelle.Szene, 2008, Basel, S. 22

[10] Vgl.: Gerig Manfred, Söndermann Michael, Weckerle Christoph: Kreativ Wirtschaft Schweiz-Daten.Modelle.Szene, 2008, Basel, S. 22

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