SKATEPLATEAU Landungsbrücken Hamburg
Die große Dachfläche der Hamburger U-Bahnstation Landungsbrücken ist als städtischer Raum bisher relativ ungenutzt. Sie dient aufgrund ihrer großartigen Aussicht von der Hafencity, bis über den Hafen hinüber die Elbe hinauf, den meisten Touristen als Punkt für Erinnerungsfotos. Von den Hamburgern ist die Fläche am Fuße des Hamburger Weinberges (ja es gibt einen “Weinberg” in der Hansestadt;-) relativ ungenutzt. Der Grund hierfür liegt für die meisten Hamburger in der fehlenden Gestaltung des Ortes. Es sind kaum Möglichkeiten auf der Betonfläche vorhanden, die zum Verweilen einladen. Die Menschen ziehen daher die Strände oder beispielsweise Parkfiction für einen Aufenthalt vor.
Der Ort stellt im Prinzip eine freie Form dar, der sehr großes Potenzial durch seine Lage besitzt und im Sinne einer adäquaten Nutzung brach liegt.
Richie Löffler, Gründer von Mantis, Trap und begeisterter Skater, erkannte das Potenzial schon früh. Da in Hamburg immer mehr urbane Räume gegen die Aneignung der Subkultur Skater “gesichert” werden, nimmt die Anzahl ihrer Räume stetig ab. Man muss dazu sagen, dass die Stadt Hamburg in Zusammenarbeit mit privaten Sponsoren in den letzten Jahren einige neue Skateanlagen errichtet hat. Das Problem ist aber, dass diese oft an dezentralen Orten liegen und sich nicht immer mit der Intention eines Skaters verbinden lassen. Der Grund für viele, die diesen Sport betreiben, liegt oftmals im neuen Erfahren und Erleben der Stadt, ihrer Architektur und dem menschlichen Körper.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass es nach wie vor Konflikte zwischen der Stadt und den Skatern in zentralen urbanen Räumen gibt. Dennoch ist die städtische Auseinandersetzung mit dem Thema in der Richtung allgemein als positiv bewertbar.
Die Problemlösung für diese Konflikte können neue Konzeptansätze wie das SKATEPLATEAU sein. Der Entwurf für das Plateau wird einen städtischen Raum mit öffentlicher Aufenthaltsqualität mit baulichen Elementen des Skatens miteinander verbinden. So kann das Ziel erreicht werden, mehrerer Nutzergruppen mit heterogenen Ansprüchen an Raum, gerecht zu werden. Die baulichen Ausprägungen sind flexibel in ihrer Nutzung. Die Elemente sind nicht klar einer Nutzergruppe zuzuordnen, sondern sind in der Form optisch frei.
Nach vielen Jahren der Gespräche mit Politik, Sponsoren und Workshops hat das Projekt nun konkrete Züge angenommen und wird voraussichtlich nächstes Jahr in die Realisierung gehen.
Aufgrund meiner Mitarbeit, werde ich in diesem blog immer wieder über den Stand und Neuigkeiten berichten. Es würde uns freuen, wenn ihr als Leser, dieses Projekt in der virtuell vernetzten Welt weiter streut und uns somit supportet.
Alle Infos auf www.skateplateau.de
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Super Idee,
da bin ich ja gespant. Mich regen die ja manchmal auf…aber auf der anderen Seite ist es auch sehr interessant zu beobachten.
Aber wenn man es so lösen könnte, wäre das sehr erfreulich:-)
Grüße